Das Leben in einer Welt ohne leben

Sind wir gedanklich schon tot?

Unser Alltag scheint übersät zu sein von unüberwindbaren Hürden. Immer wieder kommt uns eine neue Unannehmlichkeit in die Quere. Sei es die Grippewelle, der Chef oder ein anderer beliebiger Tatenkiller. Die Motivation reißt in solchen Momenten nur zu schnell, wie dünnes Eis über einem zugefrorenen See. Wollten wir nicht eigentlich heute mehr Zeit mit unseren Liebsten verbringen? Oder einfach mal wieder ein gutes Buch in die Hand nehmen?

Statt dessen ist der Kopf voll mit Terminen, Problemen der Anderen oder einfach der eigenen Unzufriedenheit. Gefühlt repräsentiert dies unser Leben. Nur, wie sollte man es auch anders machen?
Jeder Mensch muss seine Rechnungen bezahlen, zur Arbeit gehen, sich mit Ämtern rumschlagen und gleichzeitig noch eigene Hobbys in den paar übrigen Minuten unterbringen. Ohne einen strukturellen und bürokratischen Alltag könnten wir doch gar nicht überleben. Die Mahnung soll schließlich nicht im eigenen Briefkasten landen. Da kommen die spaßigen Zeitvertreibe oft zu kurz. „Ich mache das später, wenn ich Zeit dafür habe. Lesen kann ich immer noch vor dem Einschlafen. Ansonsten tue ich es morgen.“ Anstatt das Leben in Freude und Harmonie zu verbringen, schleppen wir uns durch die Woche und sind mental mal wieder ganz woanders. Wir werfen euphorische Pläne über den Haufen, kurz nachdem wir sie begonnen haben. Sind wir nicht mehr in der Lage Glück und Zufriedenheit zu empfinden? Müssen wir uns durch einen Stapel von Papierkram wühlen, nur um ein paar Minuten später ins Bett zu fallen?

Wir probieren zu wenig aus!
Wie schön war unsere Kindheit. Ständig hat man im Freien gespielt, neue Dinge entdeckt und sich um nichts Sorgen gemacht. Die Tage wurden gezählt, bis der Weihnachtsmann kommt und alles schien perfekt zu sein. Mit mehr Verantwortung über unser Leben verflog auch diese Magie. Das fünfte Weihnachtsfest war noch ein Traum, das Zehnte genauso. Doch je älter man wird, desto mehr „Alltag“ dringt in unser Leben. Klar sollten die Prioritäten gesetzt und auch die nicht ganz so schönen Dinge vernünftig erledigt werden. Doch ich denke, dass genau hier viel Potenzial liegt.
Wir könnten einfach Sachen erledigen, ohne ihnen einen zu großen Wert in unserem Kopf beizumessen. Wir tun sie einfach jetzt, ohne Tage darüber zu grübeln. Wir entscheiden uns jetzt, anstatt die Entscheidung aufzuschieben und im Sand verlaufen zu lassen. Wir würden uns wundern, wie viel Zeit uns übrig bleibt um Neues zu entdecken. Die Zeit ist nämlich nur dann verloren, wenn du sie als solches siehst. Was soll schon passieren? Morgen kann alles anders sein. Generell sollten wir öfter in uns hören, um zu wissen was wir wirklich wollen. Nicht nur stumpf sein Leben konsumieren, sondern es repräsentieren. Einfach mal das Handy weglegen, den Fernseher ausschalten und spazieren gehen. Egal ob es draußen regnet oder schneit. Denn wir sind zu wenig mit uns selbst zusammen. Kein Wunder, dass wir uns durch die Woche schleppen ohne einen Sinn zu erkennen. Man muss Freude auch mal Freude seien lassen. Das Leben geht sowieso schon viel zu schnell vorbei. Lass die Gewissensbisse Zuhause, genauso wie den Stress der letzten Tage und mache etwas neues. Sei wieder ein Kind.

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