Unser Problemkind: Motivation

Warum klappen unsere Vorsätze nicht, wie wir sie uns vorstellen?

1. Unser Gefühl
Mit welchen Emotionen wir Vorstellungen umsetzen entscheidet, welches Resultat wir erhalten. Dabei ist uns bewusst, dass wir mit schlechter Stimmung niemals die besten Erfolge erzielen, sondern hinter unseren Leistungen bleiben werden. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit.
Unterbewusst wechseln unsere Gefühle ständig. Je nachdem welche neuen Eindrücke wir verarbeiten, reagieren wir sofort mit einem individuellen Gefühl. Nun stellt sich jedoch die Frage, ob wir an dieser Emotion festhalten oder nicht. Wenn wir beispielsweise auf eine neue Idee argwöhnisch reagieren, kann ein einfaches Hinterfragen dieser Emotion dazu führen, dass wir den Grund ihres Auftauchens erkennen und dies uns weiterbringt. Plötzlich verfliegt der Argwohn und Freude tritt auf.

Vertrauen wir jedoch der ersten Emotion blind, werden wir die Idee sofort verwerfen und nach einer neuen suchen. Häufen sich diese spontanen und unreflektierten negativen Gedanken, prägt dies unsere mentale Haltung. Es dient als neuer Bezugspunkt, anstatt das wir an die Umwandlung dieser Emotion, als positiven Meilenstein denken. Somit bauen sich unsere ganzen Gedanken auf vorhergegangene Schlüsse auf.
Wir müssen unseren Gefühlen vertrauen und mit ihnen arbeiten. Sie sind der Schlüssel zur Erkenntnis.

2. Die Haltung zum Projekt
Die meisten Motivationscoaches raten, sich bei Motivationsproblemen das Ziel vor Augen zu halten. Doch diese Hilfe ist meistens nur von kurzer Dauer. Eh wir uns versehen, treten die gleichen Zweifel wieder auf. Denn auch diese negativen Gefühle haben ihre Berechtigung und weisen uns darauf hin, dass der eingeschlagene Weg vielleicht für uns nicht sinnvoll ist. Überdecken wir jede negative Regung des Geistes jedoch mit unseren Zielvorstellungen, ist es so, als ob ich ein Feuer mit einem leeren Eimer löschen will. Was fehlt, ist das Wasser.

Die Richtung ist zwar richtig, nur fehlt der persönliche Inhalt. Je öfter wir diesen leeren Eimer anwenden, desto eher greift unser Gehirn bei Problemen darauf zurück und ist umso schneller wieder enttäuscht. Gnadenlose Selbstdisziplin ist nicht für jeden der Schlüssel zum Erfolg.
Stattdessen sollten wir das Problem lokalisieren, uns neue Ideen ausdenken und einen Gang zurückschalten. Dinge zu tun, die uns inspirieren und nichts mit unserem Projekt zu tun haben, können dabei den nötigen Erfolg bringen. Unterbewusst beschäftigt sich unser Gehirn nämlich weiterhin mit der Problemstellung und bringt in gewissen Abständen neue Lösungsvorschläge in unser Bewusstsein. Ein bisschen Abstand hilft uns auch dabei, keine negativen Gefühle mit dem Gedanken an unser Ziel zu verbinden. Denn je öfter wir Negativität beim Gedanken an unsere Wünsche verspüren, desto eher hinterfragen wir die Priorität dieses Wunsches. Dabei haben die Gefühlsregungen meistens nur einen spontanen Charakter und eher weniger mit dem eigentlichen Ziel zu tun.

3. Unsere Pläne
Ist der Terminkalender zu voll und wollen wir zu viele Dinge auf einmal, ist es mit der Motivation ein schwieriges Unterfangen. Denn neben einem guten Plan für unser Ziel, brauchen wir auch die geeigneten Ruhepausen, um unsere Gedanken auf andere Themengebiete zu lenken. Je länger wir an einer Sache arbeiten, desto eher gehen uns die Ideen aus und unsere Gedanken drehen sich im Kreis. Schnell haben wir keine Lust mehr. Wenn dann ein Blick auf die Aufgabenliste zeigt, dass wir noch 5 Stunden Arbeit vor uns haben, halten wir den Plan auf lange Sicht nicht durch.

Deswegen ist es besser, sich am Anfang Ruhephasen und Pufferzeiten einzuplanen und nicht sofort 150% geben. Wenn wir mit der Zeit Teil für Teil von unseren Vorsätzen umgesetzt haben, wissen wir, welche Dinge noch fehlen und wie viel Zeit wir ungefähr dafür zur Verfügung haben.

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